Testbericht KOWA TSN-99

 

Lieferbar ab Oktober 2021 / Test Februar 2021

 

Der erste Eindruck dieses Fernrohres ist durchwegs positiv. Für den grossen Objektiv-Durchmesser von 99 Millimeter fällt das Kowa sehr kompakt aus. Die Aussenbeschichtung fühlt sich griffig an. Das Gewicht ist für diese Grösse eher als leicht einzustufen. Das Kowa 99 hat alles Positive vom 880er übernommen. Die Einstellräder sind wie gewohnt sehr gut ausbalanciert, so dass man mit einer Grob und einer Feineinstellung schnell die gewünschte Schärfe einstellen kann. Die Schnellzielvorrichtung welche an der Sonnenblende eingebaut ist, wurde etwas modifiziert gegenüber der 880 Serie und erleichtert das schnelle erfassen des Objektes genauer. Neu ist eine schwarze Gummiarmierung unterhalb des Okulares. Dies kommt dem Aussehen des Fernrohres zugute, es wirkt moderner. Das Test-Gerät wurde mit dem neuen Okular TE-XW80 geliefert welches beim älteren 880er eine Fix-Vergrösserung von 35 Fach und beim neuen 99er eine von 40 Fach erzeugt. Ein erster Blick durch dieses Okular und man ist begeistert. Die Schärfe ist bis zum Rand durchgehend, das Okular zeichnet hell und farbneutral. Ein Traum in dieser Kombination. Ein erster Versuch mit einem Handy und dem Kowa Adapter für Digiscoping zeigt, diese Kombination ist perfekt was Bildschärfe und Helligkeit betrifft. Auf dem Handydisplay ist bei diesem Topokular der neusten Generation nicht nur ein rundes Bild zu sehen, es ist jetzt Formatfüllend. Die Bewertung dieses Top Fernrohrs und des Okulares erhält von uns eine 10 von 10 möglichen Punkten.

 

Peter Schmid und Oliver Riesen

 

 

Dieses Topmodell würde man am liebsten behalten. Glaube nicht, dass ich jemals ein optisch so starkes Fernrohr gesehen habe in diesem Segment. Im Vergleich mit ähnlichen aus dem Premium- Bereich, fällt aber auf, dass das Kowa bei gleichen Bedingungen heller zeichnet bei schlechteren Wetterverhältnissen. Und auch besser in dunkle Stellen zeichnet. Dies war schon beim 880 so, aber dieses 99er toppt das ganze nochmals.

 

Peter Schmid