Nützliches im Foto, Optik und Jagdbereich

Entscheidungshilfe zum Erwerb einer Wärmebildkamera

Die passende Wärmebildkamera

 

  

Bei der Vielzahl an Wärmebildkameras erscheint die Wahl der richtigen Kamera eine grosse Herausforderung zu sein. Technische Begriffe wie Auflösung, Reichweite, Vergrösserung und Pixelgrösse stehen im Vordergrund und lassen auf die Qualität der Wärmebildkameras schliessen. Bei der Auswahl einer Wärmebildkamera sollte man sich vor allem im Klaren sein, Für welche Anwendung man die Wärmebildkamera am meisten einsetzt. Die Kategorie Berg steht für die hohe optische Vergrösserung und grosse Reichweite. Die Kategorie Hügel findet einen optimalen Kompromiss zwischen Reichweite und Blickwinkel und die Kategorie Wald steht für kurze Distanzen, bei welchem grosse und breite Sichtwinkel gefragt sind.

 

 

Die Kameras der Kategorie Berg und Hügel können dabei aber auch für die unteren Kategorien genutzt werden. Im Gegensatz dazu eignen sich die Kameras der Kategorie Wald aber nicht für Hügel oder Berganwendungen, da sie in Bezug auf Auflösung und Reichweite ein Objekt in grosser Distanz nicht auflösen können.

 

 

640 x 512px vs.384 x 288px

 

Eine hohe Auflösung bedeutet nicht gleichzeitig höhere Reichweite. Entscheidend ist die Grösse des Kameraobjektivs und die optische Vergrösserung. Mit einem kleinen Objektiv eignet sich die 640er Auflösung vor allem für kontraststarke Bilder in kurzer und mittlerer Distanz. Dies ergibt einen grossen Bildwinkel optimal um ein ganzes Feld mit wenigen Bewegungen abzusuchen. Mit grossen Objektiven, wie das 35mm oder 50mm kann man die 640er Auflösung auch für grosse Distanzen nutzen. Damit sind Details und die Erkennung deutlich stärker und die Auflösung kommt deutlich zu Geltung. Kameras mit 384er Auflösung bieten auf dem Datenblatt ähnliche Reichweiten wie die 640er Geräte an. Durch den engeren Bildwinkel schwenkt man beim Absuchen einiges mehr hin und her. Wer sich dadurch nicht stören lässt, findet mit den 384er Geräten eine sehr kosteneffiziente Lösung.

17μm vs. 12μm (Pixelpitch)

Die Angabe von 12 oder 17 Mikrometer Pixelgrösse wurde vermehrt als Qualitätsmerkmal beworben. Kameras mit 12um Sensoren sind aber nicht schärfer oder kontrastreicher. Im Gegenteil, brauchen doch 12μm Sensoren mehr Wärmedifferenzen um das gleiche Bild wie ein 17μm Sensor darzustellen. 17μm Sensoren überzeugen mit einem rauscharmen Bild. Durch die Herstellung der kleineren Pixelgrösse sind Hersteller jedoch in der Lage, kleinere Objektive zu verwenden um die gleiche optische Reichweite wie mit einem 17μm zu erreichen. Der Vorteil eines 12μm Gerätes liegt damit eher in der kleineren Baugrösse anstatt in der vermeintlich besseren Bildqualität.

Optische Vergrösserung und digitales Zoom

  

Beim Beobachten von Tieren ist die optische Vergrösserung entscheidend. Die digitale Vergrösserung wird nur genutzt um das bestehende Bild digital 2x, 4x oder 8x zu vergrössern. Dabei wird nicht die Reichweite erhöht, sondern das Bild digital herangezoomt. Moderne Sensoren ermöglichen aber ein feines interpoliertes Bild auch im 2 x oder 4 x Vergrösserung. Besonders mit 640x512px Sensoren lässt sich diese Funktion optimal nutzen. Kleinere Sensoren kommen beim digitalen Zoom schnell an die Leistungsgrenze.

  

Im Bild, sind rechts die Stufen der Vergrösserung zu sehen.

 

Qualität und Sensitivität

 

Die Qualität des Wärmebildes ist neben der Auflösung ein Zusammenspiel aus Sensitivität des Sensors und die Vergütung und Qualität des Kameraobjektives. Die Sensitivität wird in (Mk=Millikelvin) angegeben und bezeichnet die kleinste Temperaturdifferenz, welche eine Kamera noch ohne grosses Bildrauschen darstellen und auflösen kann. Umgerechnet sind 50mK 0.05°Celcius. Eine tiefe mK-Angabe ergibt aber nicht automatisch das beste Bild. Das Objektiv und die entsprechende Blende spielen dabei eine grosse Rolle. Eine Blende mit einem Wert von 1.1 oder 1.2 dämpfen das Wärmebildsignal. Das hat zur Folge, dass nicht die komplette Wärmestrahlung auf dem Sensor ankommt, welche das Objektiv auffängt. Dadurch leidet die Sensitivitäund der Sensor löst nur mit 60-70mk auf, obwohl der Sensor selbst auf 40mk spezifiziert ist. Dies macht sich dann bei Regen oder schlechtem Wetter deutlich bemerkbar oder wenn die Kamera in Flächen mit wenig Temperaturdifferenz gerichtet wird.

Detailerkennung

 

Neben der Sensitivität unterscheiden sich die Kameras vor allem in der Art des Bildaufbaus. Moderne Bildalgorithmen ermöglichen feine und informative Bilder durch intelligente Kontrastfilter. Die Qualität dieser Algorithmen sieht man in den Details der Tiere und in den abgestuften Wärmebildern. Viele Kameras können ein Tier erkennen. Die grosse Kunst der Kameratechnik ist es das Bild mit Infos zu füllen um deutlich genauer anzusprechen. Diese Qualität von Wärmebild kann aber nicht in technischen Daten zusammen gefasst werden. Dazu sollten Sie das Gerät bei unseren Fachhändlern oder einer Vorführung einfach in die Hand nehmen und sich von der Qualität überzeugen lassen.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unten, Wärmebildkameras, welche unterteilt sind nach Einsatzbereich in verschiedenen Preislagen. Zum Teil mit eingebautem Distanzmesser. Erhältlich im Fachhandel, Jagdgeschäfte und Büchsenmacher. Bei Fragen bitte das Kontaktformular dieser Homepage benutzen. Händleranfragen Willkommen.

 

Grosser Vorteil, die meisten dieser Geräte können hier in der Schweiz gewartet und repariert werden, falls ein defekt entsteht. Es fallen also nur kurze Wartezeiten an.